Sharing Economy

Mein Haus, mein Auto, mein Boot! Wer kennt ihn nicht, den über 30 Jahre alten Werbeklassiker. Er pointiert einen Lifestyle, der vielen Menschen heute mehr als Frust denn als Lust erscheint. Dass Eigentum verpflichtet, ist sogar im Art. 14 (2) Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert. Dort heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Getreu dem Motto „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ erscheint es da ganz folgerichtig, dass die gemeinschaftliche Nutzung von Gütern durch Teilen, Tauschen, Leihen, Mieten oder Schenken sowie die Vermittlung von Dienstleistungen ein in höchstem Maße verantwortungsvolles Handeln darstellt.

Weltweit – und seit einigen Jahren auch in Deutschland – begeistern sich immer mehr Menschen, für die Idee von „Sharing Economy“ (auch „Shared Economy oder „Share Economy“), das wörtlich übersetzt „Wirtschaft des Teilens“ heißt. Darunter wird eine Vielzahl gemeinschaftlicher Konsumformen zusammengefasst, die eigentlich gar nicht so grundlegend neu sind. Seit langem gibt es Bibliotheken, öffentliche Schwimmbäder, Waschsalons, Autovermietungen, Skiverleihe, Mitfahrzentralen und landwirtschaftliche Genossenschaften, deren Mitglieder sich teure Geräte und Fahrzeuge teilen.

Gemeinsam genutzt, verliehen oder kurzfristig vermietet werden in der Zwischenzeit aber auch Autos, private Parkplätze, Gärten, Spielzeug, Schmuck, Werkzeuge, Haushalts- und Gartengeräte, Kleidung und Büroräume (Coworking Spaces). Außerdem werden vielerorts private Fahrdienste, Dienstleistungen wie Reparatur- und Reinigungsdienste vermittelt oder Bücher und Lebensmittel verschenkt.

Der neuen Trend zum Teilen begeistert vor allem Menschen mit einer konsum- und wachstumskritischen Einstellung oder die Eigentum nicht nur als unnötig, sondern sogar als Belastung ansehen. Vor allem junge Menschen nutzen und fördern diese umweltschonende Wirtschaftsform und entscheiden sich damit ganz bewusst für einen nachhaltigen Lebensstil.

Eine Übersicht über die uns bekannten Sharing Economy-Angebote in Öhringen haben wir zusammengestellt, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Daher sind wir für Hinweise auf weitere Angebote dankbar. Schreiben Sie uns dazu einfach eine Nachricht mit den entsprechenden Kontaktdaten an info@oehringen-lieblingsstadt.de.

Essen und Trinken

Mobilität

Dienstleistungen

Essen und Trinken

Hier finden Sie alle Angebote der Sharing Economy aus dem Bereich Essen und Trinken.

foodsharing

Seit 2012 rettet die foodsharing-Bewegung täglich tonnenweise gute Lebensmittel vor dem Müll. Über die Plattform foodsharing.de findet man öffentlich zugängliche Regale und Kühlschränke, sog. „Fair-Teiler“. Diese stehen allen zur Verfügung. Das Motto lautet: „Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!“.
 

Auch in Öhringen gibt es engagierte „Foodsaver*innen“, die sich um den Fair-Teiler Schrank in der Innenstadt kümmern. Der Standort ist zwischen Friseur und Café de Paris. Der Schrank befindet sich rechts neben dem Eingang zur AWO. Befüllt wird der Schrank täglich ausser am Sonntag.

Offenes Café – Wo das Leben sich trifft

Das Herz aller Mehrgenerationenhäuser schlägt im Offenen Treff. Hier kommen Menschen miteinander ins Gespräch und knüpfen erste Kontakte. Das Offene Café ist Caféstube, Erzählsalon, Spielzimmer, Treffpunkt der Generationen und Wohnzimmer für alle. Hier können sich alle Interessierten mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen und zugleich vom Wissen und Können der anderen profitieren.
Im Offenen Café wird man mit mit frischen Waffeln, bunten Leckereien, Kaffee und weiteren Getränken auf Spendenbasis verwöhnt. Es ist ein Ort mit vielen Möglichkeiten.

Wir freuen uns auf Groß und Klein, Alt und Jung… Alle sind uns willkommen.

Öffnungszeiten: Mittwochs 15:30-18:00 Uhr
Sie finden uns im 1. OG im Mehrgenerationenhaus

Tafel Öhringen

Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln bemühen sich hier um einen Ausgleich. Ziel der Tafeln ist es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel an Menschen in Not zu verteilen.

Die täglich frisch gespendete Ware wird gegen ein geringes Entgelt an Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Menschen mit geringem Einkommen verkauft.

Mobilität

Hier finden Sie alle Angebote der Sharing Economy aus dem Bereich Mobilität.

Seniorenmobil

Dank dem großen Engagement des Stadtseniorenrats Öhringen gibt es mit dem Seniorenmobil ein tolles Angebot für allerlei Erledigungen. Das Seniorenmobil ist im Stadtgebiet Öhringen mit all seinen Teilorten Baumerlenbach, Büttelbronn, Cappel, Eckartsweiler, Michelbach am Wald Möglingen, Ohrnberg, Schwöllbronn und Verrenberg unterwegs.

Anmeldungen für Fahrten zum Arzt, in die Apotheke, zum Einkaufen, zum Besuch von Freunden und Veranstaltungen, aber auch zum Friseur sind möglich.

Bei dem kostenfreien Angebot für Senioren und Seniorinnen ab 63 Jahren, ist auch die Mitnahme von Rollatoren möglich. Rollstuhl- oder Krankentransporte dürfen jedoch nicht durchgeführt werden.

Dienstleistungen

Hier finden Sie alle Angebote der Sharing Economy aus dem Bereich Dienstleistungen.

„Bibliothek der Dinge“ in der Stadbücherei Öhringen

Mit dem Teleskop den Mond beobachten, Kindergeburtstag mit einer Seifenblasenmaschine feiern, schöne Momente mit der Sofortbildkamera festhalten, Weihnachtskarten mit Motivstanzern basteln oder Rückentraining mit der „Blackroll“. Um neue Dinge auszuprobieren muss man nicht mehr tief in die Tasche greifen. Diese Dinge kann man ab sofort in der Öhringer Stadtbücherei leihen – ohne zusätzliche Gebühr, ganz einfach mit dem Büchereiausweis.

„Gegenstände, die nur selten gebraucht werden oder die man mal ausprobieren, jedoch nicht direkt kaufen möchte, können in der Stadtbücherei Öhringen ausgeliehen werden. Leihen ist nachhaltig und ressourcenschonend. Leihen lässt die Umweltbelastung, den Rohstoffverbrauch und den Abfall sinken. Leihen spart Geld. Machen Sie mit bei der neuen ‚DingeLeihe‘ in Öhringen“, sagt Büchereileiterin Irina Dorsch.

Bücherschrank und Bücherregal

Offen zugänglich befindet sich der Bücherschrank vor dem Eingang zum Mehrgenerationenhaus in der Hunnenstraße. Das Angebot wird sehr gut genutzt und so gibt es hier immer wieder attraktiven Lesestoff zu entdecken.

Auch im offenen Bücherregal im 1. OG des Mehrgenrationenhauses können Bücher jederzeit ausgeliehen und einfach kostelos oder gegen eine kleine Spende mitgenommen werden.

Und für alle, die sich ein kleines Päuschen gönnen möchten, steht das Café auch in den Zeiten ohne Bewirtungsangebot, jederzeit offen.

Diakonie Shop

Im Diakonie-Shop in Öhringen können Menschen mit geringen finanziellen Mitteln gut erhaltene Secondhand-Ware zu einem angemessen niederen Preis erstehen. Das Sortiment reicht von Frauen-, Männer- und Kinderkleidung über Schuhe, Bettwäsche bis hin zu Spielzeug, Büchern und Geschirr.

Ein weiteres Ziel ist, Menschen das Gefühl zu vermitteln, ein gerngesehener Kunde zu sein. Hier sind alle gleichermaßen herzlich Willkommen.

Flohmarktine

Alles begann mit der Idee, Frauenflohmärkte mit trendiger Kleidung, Accessoires und allem, was dazu gehört zu veranstalten. Die Wiederverwertung von schöner und guterhaltener Mode und die Möglichkeit, eine Veranstaltung zu schaffen, bei der sich Frauen in einer angenehmen Atmosphäre treffen, unterhalten und nachhaltig shoppen können, das war das dringende und drängende Anliegen von Inhaberin Agata Kochanski.

Daraus entwickelten sich dann die beiden Second Hand Läden, als feste Anlaufpunkte
bei denen man nach Lust & Laune stöbern und shoppen kann. Agata Kochanski ist mit Leib und Seele dabei wenn es darum geht, einen positiven Beitrag zu nachhaltigem Konsum für eine lebenswerte Zukunft zu leisten.

Kreismedienzentrum

Ähnlich wie eine Bibliothek ist das Kreismedienzentrum ein Ort für pädagogisch hochwertige Medien. Diese werden hier für Schulen, Kindergärten und Vereine zur Verfügung gestellt, auch die entsprechenden Geräte, um diese vorführen zu können werden hier angeboten. Nicht jeder Verein kann selbst die passenden Projektoren vorhalten und nicht jeder Kindergarten oder jede Schule kann für zeitlich begrenzte Medienprojekte benötigte besondere Geräte anschaffen. Wie gut, dass diese samt entsprechender Beratungskompetenz im Kreismedienzentrum zur Verfügung stehen.

nette Toilette

Öhringer Gaststätten/Einrichtungen mit dem nebenstehenden Klebeschild am Eingang, stellen ihre Toilette als öffentliches WC zu den angegebenen Öffnungszeiten kostenlos zur Verfügung.
Touristen, Gäste, Kunden und Besucher, die „ein stilles Örtchen“ suchen, sind künftig nicht mehr auf die öffentlichen Toiletten oder das „Hineinstehlen“ in private WCs angewiesen, sondern können die Toiletten in den teilnehmenden Gastronomiebetrieben kostenlos nutzen.

Die Stadt Öhringen und viele der Öhringer Gastronomen/Einrichtungen sind somit Vorreiter für ein Service-Angebot, das Gästen und Besuchern das „Erleichtern“ nicht nur erleichtert, sondern zugleich auch die Attraktivität des Standorts erhöht. Durch dieses Konzept steht in Öhringen nun ein dichtes Netz öffentlich zugänglicher Toiletten zur Verfügung.

Repair Café

Seit dem Frühjahr 2022  gibt es in Öhringen das Repair Café und es hat in dieser kurzen Zeit bereits viele Freunde und Unterstützer gefunden.

Mit viel Knowhow und Ehrgeiz werden Geräte und vieles mehr vor dem vorzeitigen Weg in die Tonne gerettet. Das spart wertvolle Ressourcen und teure Neuanschaffungen.

Bisher konnten Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik,  Bekleidung, Fahrräder, Lampen und Computern sowie Handys zur Freude der Besitzer*innen wieder instand gesetzt werden.

Seit Oktober besteht auch die Möglichkeit Messer und Scheren schleifen zu lassen.
Die jeweils aktuellen Termine erfahren Sie direkt auf der Homepage .

SB-Waschstation

Seit dem Frühjahr 2022  gibt es in Öhringen die Möglichkeit seine Wäsche auch ohne eigene Waschmaschiene zu waschen oder zu trocknen.

Im Februar 2022 wurde auf dem Gelände des Wohnmobilparks HEICamp eine große Industriewaschmaschine instaliert. Die Waschmaschine sowie Trockner steht allen Gästen und allen anderen Personen  zur Verfügung. Sogar das Waschmittel ist schon drin! Anfahrt und parken ist ganz einfach auf dem Parkplatz an der Gaststätte Wunderbar möglich.

Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Homepage.

Stadtbücherei

Seit  Jahrtausenden  besteht  eine  Institution,  in  der  Menschen  Produkte  gemeinschaftlich  nutzen:  die  Bibliothek.  Bibliotheken wurden gegründet, weil Schrifttafeln, Schriftrollen oder Bücher kostbar waren.  Zum Einen  war  das  in  ihnen  gespeicherte  Wissen  wertvoll,  zum Anderen  konnten  Schriften  bis  zur  Erfindung  der  Druckerpresse  nur  mühsam und von wenigen Schriftkundigen vervielfältigt werden. So lag es nahe, eine Einrichtung zu  schaffen,  zu  der  jeder  Zugang  haben  und  an das  aufgezeichnete  Wissen  zugreifen  konnte.

Das Thema „Sharing Economy “ wird von Bibliotheken quasi in Reinkultur praktiziert: Bücher, Zeitschriften sowie weitere Medien werden einmal beschafft und von vielen genutzt.

Talent Tauschkreis

Oft sind wir in unserer automatisierten Wirtschaft gezwungen, unser Geld mit Arbeiten zu verdienen, die uns keinen Spaß machen und bei denen wir unsere Talente nicht mehr einbringen können.Deshalb tun sich immer mehr Menschen zusammen, um auf geldlose Weise miteinander zu handeln und ihre Talente auszutauschen. Damit kann jede/r zur Verbesserung und Bereicherung nicht nur des eigenen Lebens beitragen.

Talente sind vielfältig: Fähigkeiten, die Sie einsetzen können, Wissen, das Sie besitzen und anderen Menschen vermitteln können, Gerätschaften, die Sie besitzen und zur Verfügung stellen können, Zeit, die Sie für andere Menschen übrig haben, Kreativität, die Sie einsetzen, um allen möglichen Herausforderungen zu begegnen, oder einfach nur gute Laune, mit der Sie andere anstecken können!

Tauschen ist vielseitiger als kaufen, denn was wir in einem Tauschkreis immer auch mit austauschen, ist menschlicher Kontakt, was beim normalen Einkauf immer seltener der Fall ist.

Werkzeug- & Geräteverleih

Tatsächlich ist die eigene Kreissäge der Kindheitstraum vieler Heimwerker. Auch Profis lieben das eigene Werkzeug. Aber mal ehrlich: Die Freude nach dem Kauf ist nur von kurzer Dauer. Die teure Neuanschaffung steht die meiste Zeit ungenutzt in der Werkstatt und nimmt dort wertvollen Platz weg. Eine Bohrmaschine bohrt in ihrem Leben durchschnittlich rund 13 Minuten – den Rest der Zeit liegt sie im Schrank. Die Anschaffungskosten können sich kaum amortisieren. Kommt es dann zum Einsatz, fehlt etwas ‒ oder die Verschleißteile müssen gewartet und repariert werden. Wer mietet, bekommt für wenig Geld absolute Profiqualität auf dem neusten Stand. Kauft man selbst, ist oft weniger Qualität drin.
Lokale Baumärkte wie OBI, toom Baumarkt oder Ziegler Bauzentrum aber auch viele weitere bieten diesen Service für ihre Kunden an.

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